Ramadan bringt Fragezeit, ähh Fastenzeit

Bald ist es wieder soweit: Anfang September beginnt der heilige Monat Ramadan. Muslim/innen verzichten 29 oder 30 Tage (das islamische Jahr wird nach dem Mondkalender berechnet) täglich von Morgenröte bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Eine Zeit der Besinnung, des vermehrten Gebetes und der Zusammenkunft von Familie und Freund/innen zum abendlichen Fastenbrechen.

Aber für viele Muslim/innen in der nicht-islamischen Welt beginnt vor allem die Fragezeit. Hier sind meine Top-5-Fragen, die ich regelmäßig von Nicht-Muslim/innen gestellt bekomme.

Platz 5: Fastest Du ein Monat durchgehend?
Ja klar, das nennen wir islamisches Fitnesscenter.
(Nein, gefastet wird täglich beginnend mit der Morgenröte bis zum Sonnenuntergang. Davor und danach kann gegessen und getrunken werden.)

Platz 4: Ist das nicht ungesund?
Egal, wir machen es für Gott.
(Das Problem ist nicht das Fasten, sondern das Nicht-Verstehen des Fastens. Wer abends einen Essensmarathon startet und fettige & üppige Speisen zu sich nimmt, ja für ihn oder sie wird es ungesund sein.)

Platz 3: Auch nichts trinken?
Nein, wir Muslim/innen sind ja auch Übermenschen.
(Untertags werden auch keine Flüssigkeiten konsumiert, davor und danach soll aber ausreichend getrunken werden. Da es kaum wissenschaftliche Studien zu einem Mindestmaß gibt, sollen die Fastenden ihren ursprünglichen Bedarf auf die Zeit vor Beginn und nach dem Ende des Fastens verteilen.)

Platz 2: Auch kein Wasser?
Auch Wasser ist eine Flüssigkeit.
(siehe Platz 3)

Platz 1: Kannst Du da auch sterben?
Nein, wir Muslim/innen sterben nicht im Ramadan.
(Mir ist kein solcher Fall bekannt. Zudem ist das Fasten nur bei vollständiger Gesundheit verpflichtend.)

P.S.: Inspiriert wurde dieser Blogeintrag von Too Much Cookies

Kommentare

Eine Antwort to “Ramadan bringt Fragezeit, ähh Fastenzeit”

  1. Web 2.0 aus dem Alpenland : Karim Saad .:. Jung. Emotional. Formbar. on September 1st, 2008 4:22 pm

    […] ich einen gesegneten Ramadan. Wer ein bisschen mehr über das Fasten lesen möchte, dem sei dieser Blogeintrag zu empfehlen. Heute will ich zudem drei Projekte aus Österreich kurz vorstellen, die teils schon […]

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