facebook bald im Fernsehen?
Der weltweite Erfolg von facebook ist sensationell: Mittlerweile sollen mehr als 100 Mio. Menschen registriert sein, eine schier unglaubliche Zahl. Jetzt soll der renommierte Drehbuchautor Aaron Sorkin (Schindler’s Liste, Staatsfeind Nr. 1, Der Krieg des Charlie Wilson) einen Film rund um das Social Network planen. Dies berichtete jüngst der Guardian in seiner Onlineausgabe.
Hinter dem Projekt stehen unter anderem Sony und Produzent Scott Rudin (Queen, Der Manchurian Kandidat). Der Film begleitet facebook von seiner Geburtsstunde an, als Marc Zuckerberg die Plattform in seiner Studentenbude kreierte, und beschreibt den weltweiten Erfolgsweg. Die Informationen auf die der Bericht basiert, sind aus dem facebook-Profil von Aaron Sorkin entnommen.
Ob es sich tatsächlich um die Wahrheit handelt oder es doch nur ein Trittbrettfahrer ist, Publicity ist allemal garantiert. Kleiner Anhaltspunkt: Einem Bericht des New York Magazin handelt es sich zu 100% um Aaron Sorkin. Wir sind gespannt,…
Österreichs Userschaft wächst
Einer neuen Studie der Firma comScore zufolge sind im Vergleich zum Vorjahr 8% mehr Österreicherinnen und Österreich online. Aktuell sollen rund 4 Mio. hierzulande das Web regelmäßig nutzen, das sind 58% aller Bürgerinnen und Bürger älter als 15 Jahren.
Europaweit führt in absoluten Zahlen Deutschland (34.99 Mio.) knapp vor Großbritannien (34.86 Mio.). Spannendes Detail: In Russland gibt es einen unglaublichen Zuwachs von 27% und auch in Frankreich sind 21% mehr online. Die längste Zeit im Web verbringen allerdings die Britinnen und Briten. Im Schnitt waren sie im Juni 2008 28.5 Stunden virtuell unterwegs.
Quelle: netzwertig.com
Wo bleibt das semantische Web?
In einer kleinen Interview-Serie befrage ich einige Branchenblogs zum Thema Web 2.0 und dessen Zukunft. Den Anfang macht netzwertig.com, ein deutsches Projekt der Firma Blogwerk. Den Fragen stellte sich Marcel Weiß.

netzwertig.com verfolgt seit einiger Zeit die deutsche Web-Gründerszene. Welche Startups haben Sie bislang am meisten überzeugt?
Was Startups aus dem deutschen Sprachraum betrifft: mento, ein innovativer Bookmarking-Dienst; Wuala, ein neuartiger Hosting/Filesharing-Dienst und das in Berlin ansässige Soundcloud, eine Plattform für Musiker (die aber von Schweden gemacht wird).
“Web 2.0″ wird als Begriff mittlerweile sehr inflationär benutzt. Wo glauben Sie steuert das Web in den nächsten drei Jahren hin?
Schwer zu sagen, da sich das permanent und schnell ändert. Aktuell würde ich auf mobile Endgeräte wie iphone und darum entstehende Ökosysteme setzen (macht Google mit Android zB. auch). Auch Plattformen im Internet, wie die von facebook, werden immer wichtiger werden. So entstehen auch APIs, die die Grundlage der neuen Verzahnung zwischen Webangeboten stellen. Und das semantische Web könnte auch langsam mal aufhören, sich so zu zieren.
Die großen General-Interest-Angebote scheinen sich zunehmend zu konsolidieren. Glauben Sie, dass StudiVZ, Sevenload & Co. sich Sorgen machen müssen oder nur noch Special-Interest-Plattformen erfolgreich sein werden?
Das kommt auf die jeweilige Branche an. In der Regel wird es aber so sein, dass Special-Interest-Dienste zusätzlich zum eigenen, selbstständigen Angebot an größere Plattformen über APIs werden andocken müssen, um die eigene Verbreitung maximieren zu können. Wie das in Einzelfällen aussehen wird, ist offen. Ein universales Erfolgs-Konzept gibt es im Internet noch weniger als in der analogen Welt.
Fast täglich wird über neue Gründer berichtet. Droht hier früher oder später erneut eine Blase zu platzen?
Eine Blase, wie zu Zeiten der New Economy setzt Spekulationen an der Börse voraus. Das ist heute nicht gegeben. Startups werden mehrheitlich über Venture Capital finanziert und Exits finden oft in Form von Akquisitionen durch größere Unternehmen (Yahoo, Microsoft, Google, etc) statt. Ohne Börsengänge keine Blase.
Noch immer finanzieren sich zahlreiche Portale primär durch Werbung. Welche Businessmodelle werden in naher Zukunft vermehrt eine Rolle spielen?
Freemium wird vermehrt wichtig werden. Das heißt: Kostenlose Basiaccounts für ‘normale’ User und für Hardcoreuser kostenpflichtige Accounts mit erweitertem Funktionsumfang anbieten. Generell Abomodelle werden die Zukunft bestimmen. Werbung wird trotzdem wichtig bleiben.
Zum Abschluss: Wird die facebook-Klage gegen studiVZ erfolgreich sein?
Da ich kein Anwalt bin, kann ich das nur bedingt beurteilen. Ich meine aber, dass facebook zumindest gute Aussichten hat angesichts der Vorgeschichte.
Vielen Dank für das Interview!
Auch alleine hat man(n) Erfolg
Während ich mir heute auf deutsche-startups ein spannendes Interview mit dem Geschäftsführer der Autoren-Plattform Suite101 durchgelesen habe, bin ich auf Plentyoffish Aufmerksam geworden. Dabei handelt es sich um eine Dating-Plattform aus Kanada, die von einem einzigen Mann geführt wird.

Nun gut, beim Support scheint ihm auch seine Freundin zu helfen. Markus Frind führt diese Website, programmiert und vermarktet sie. Persönliche Webprojekte gibt es ja viele. Aber wohl nicht sehr viele, die es schaffen mit einer One-Man-Show auf Rang zwei der erfolgreichsten Startups in Kanada zu gelangen. Während das kanadische Flickr bereits weltweit bekannt ist, scheint sich Plentyoffisch im Norden Amerikas schön breit zu machen.
Auch wenn das Design nicht sehr ansprechend ist, eine einzelne Person sich um alles kümmert: Solange die Idee stimmt, kann auch derartiges zu einem Erfolg werden. Vielleicht eine kleine Inspiration für die eine oder den anderen!
Do you speak English?
Ein spannendes Projekt darf seit kurzem geklickt werden. wijng ist eine (derzeit) kostenlose Plattform, die ein Onlinesprachlernprogramm anbietet.

Im Fokus stehen Lese- und Hörverständnis, sowie Rechtschreib- und Grammatikübungen. Das Portal ist im klassischen Web 2.0-Design (Logo mit runden Ecken, Farbverläufe, große Icons) entworfen und bietet eine sehr strukturierte Menüführung. Wer also noch kurzfristig ein wenig Urlaubsvokabular aufbauen will, ist bei wijng sicherlich richtig. Schön auch, dass das Portal aus der Feder (Tastatur) eines Österreichers entspringt. Keep the good work up!
