Neues von der Web 2.0-Front

Neben dem Aufreger der letzten Tage (facebook vs. studiVZ) tut sich auch weiterhin sehr viel im “Web 2.0″. Auch wenn der Begriff mittlerweile schon sehr inflationär genutzt wird, das Innenleben pulsiert weiterhin.

Ein Beispiel ist “For my Band“, eine spannende Musikcommunity, die jungen Bands den Durchbruch verschaffen soll. Dabei geht es darum, sich so optimal wie möglich zu präsentieren, um mögliche Investoren anzulocken. Prädikat: Spannend. Mal sehen, wann es den ersten FMB-Star auf MTV zu sehen gibt.

Für alle Tee-Trinker empfehle ich “allmy Tea“, eine aromatische Community, die es ermöglicht, eigene Teesorten zu kreieren. Vergessen sind klassische Rooibos und Lady Greys. Wie wärs mit einer Mischung aus beiden garniert mit Süßholzwurzeln? Naja, einfach registrieren und ausprobieren!

Zum Abschluss noch etwas passend zur Reisezeit: “TripWolf” - zwar schon vor einiger Zeit gestartet, dafür “made in Austria”. Der individuelle Reiseplaner hat in kurzer Zeit zahlreiche Userinnen und User gefunden und bietet optimale Urlaubsplanung. Beim ersten Testen ist mir vor zwei Wochen aber doch die teils schlechte Performance aufgefallen, seit einiger Zeit scheint dies aber verbessert zu sein. Das Gesamtpaket stimmt auf alle Fälle und wird sich wohl auch im Segment der Reisecommunities ganz oben einnisten. Nur eine Bitte: Warum müssen alle Web 2.0-Seiten runde Ecken und Farbverläufen haben? Es darf ruhig auch wieder beim Layout kreativ gedacht werden…

Und wieder ORF 2

“Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr soll gehen”. So lautete in der gestrigen ZIB 2 das Abschlusszitat zum Bericht über die Kleinanlegerversammlung der Meinl Power. Wer noch immer nicht weiß, warum dieser Begriff mehr als fragwürdig ist, der schlage mal bei Wikipedia nach. Es ist mühseelig erneut auf Sensibilität hinzuweisen, nachdem ich bereits am Sonntag von einem ähnlichen “Fauxpas” berichtet habe. Anekdote am Rande: Erst jüngst am Wochenende habe ich zufällig ein altes ABC-Lernbuch durchgeblättert. Dort lernt man den Buchstaben “N” mit dem bekannten N-Wort. Traurig, traurig, …

Die größte Gefahr …

Tibeter und muslimische Uiguren gelten als größte Terrorgefahr” für die Sicherheit der olympischen Spiele 2008 in Beijing. So zumindest lautet ein Zitat aus der heutigen Zeit im Bild in ORF 2. Mir ist es neu, dass mittlerweile ganz Tibet und alle Muslime in der chinesischen Provinz Xinjiang als Gesamtheit eine Bedrohung darstellen. Was veranlasst einen Redakteur oder eine Redakteurin derartiges zu texten? Blinde Naivität? Zeitdruck? Egal, besorgniserregend ist dies allemal.

Mögen die Spiele friedlich und im Sinne des gegenseitigen Respekts über die Arenen gehen. Da kann sich China gleich selbst ein Beispiel nehmen und hinterfragen, ob in Taiwan, Tibet oder Xinjiang wirklich alles im Sinne der Menschenrechte abläuft.

Yes, we can! Obama for president!

Unglaublich, atemberaubend und stark: Barack Obama. Seine Rede an der Siegessäule in Berlin war geprägt von dutzenden Zwischenrufen wie “O-ba-ma!” und “Yes, we can”.

Er sprach von einer Welt ohne Atomwaffen, einem Miteinander der Religionen und einer Zuwanderung ohne Fremdenfeindlichkeit. Es müsse mehr Engagement in Afghanistan geben und im Irak solle endlich Frieden einkehren. Immer wieder betonte er das Durchhaltevermögen und die Hoffnung der Berliner zu Zeiten des Kalten Krieges, als die Amerikaner wegen der kommunistischen Blockade die Stadt aus der Luft versorgte.

Diese Rede sorgte für Gänsehaut. Wenn Obama das hält, was er verspricht, dann ist er ohne Frage der richtige Präsident für die Vereinigten Staaten von Amerika. Und wohl auch für die gesamte Welt.

Schade, Bernhard!

Es war wirklich eine Freude diesem jungen Bernhard Khol auf die Beine zu schauen. Wie er sich auf der Königsetappe bis nach Alpe d’Huez gekämpft hat und sich als erster Österreicher in der Geschichte das gepunktete Trikot bei der Tour de France sicherte. Und wäre sein Team Gerolsteiner nicht zurückgefallen, dann hätten wir vielleicht einen Österreicher im gelben Trikot. So musste er sich gegen das übermächtige CSC alleine durchsetzen, leider ohne Erfolg.

Wenn der Niederösterreicher am Sonntag in Paris eintrifft, wird wohl die ganze Alpenrepublik feiern. Bei der EM war rasch Schluss, beim wichtigsten Radsportevent ist Rot-Weiß-Rot ganz oben.

Jetzt heißt es Beine massieren und schauen, dass sich noch ein Podestplatz in der Gesamtwertung ausgeht. Und auch wenn es nur für einen Top-10 Platz reichen sollte: Bernhard, Du bist ein rot-weiß-roter Held, danke!

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