Jetzt bin ich Twitter

Man soll ja mit der Zeit gehen, lange dagegen gesträubt, aber irgendwie doch ganz witzig - wer in Zukunft Tweets zum Thema Medien & Tec haben möchte, einfach http://twitter.com/saadkarim anklicken und followen!

Goodbye Austrian Startups & Welcome back!

Schade, gerade einmal knapp über einem Jahr wurde unter Austrianstartups.com über Interessantes und Wissenswertes aus der österreichischen Startup-Szene gebloggt. Seit kurzem findet sich dort nur noch der lapidare Satz “Diese Präsenz ist leider nicht verfügbar”. Hmmm, ist da was schief gelaufen oder wirklich endgültig Schluss?

Update:
Und sie sind wieder da… merkwürdig, aber alles Gute!

Mjam.at im Test

Bereits im vergangenen September habe ich in einem kurzen Blogeintrag die Plattform mjam vorgestellt. Grund genug, um sich den praktischen Essenbestelldienst mal genauer anzusehen. Noch immer befindet sich die Website im Testlauf, ausführliche AGB fehlen weiterhin. Die im dritten Wiener Gemeindebezirk sitzende Mjam GmbH betreibt das Portal mittlerweile seit mehr als einem halben Jahr.Ob mit oder ohne Erfolg lässt sich derzeit noch schwer sagen, ich persönlich nütze den Dienst mittlerweile regelmäßig. Aber werden wir ein bisschen konkreter. Mjam ist eine Bestellplattform für Essen aller Art. Nach dem Eintippen der eigenen Adresse werden alle möglichen Restaurants im Umkreis angezeigt und laden zum Bestellen ein.

mjam

Die Site basiert primär auf Ajax-Effekten, nervige Site-Reloads bleiben daher außen vor. Jedes Restaurant wird mittels dem so geannnten „Quality Rank“ bewertet, der sich aus mehreren Faktoren auseinandersetzt. Primär natürlich von den positiven und negativen Bewertungen, aber auch die Anzahl der Bestellungen (bzw. wie oft ein und derselbe User sich dort den Appetit still) spielen eine wichtige Rolle.

Die Plattform ist hübsch designt und in Sachen Übersicht vorbildhaft. Hat der hungrige Magen erstmal das gewünschte Restaurant gefunden, reicht ein Klick, um sich die Speisekarte näher ansehen zu können. Ohne lästige Registrierung lassen sich Speisen und Getränke dem Warenkorb hinzufügen. Hilfreich dabei ist ein Hinweis, wie lange das Restaurant noch geöffnet hat. Der Satz könnte aber ruhig ein weniger fetter und einer stärkeren Signalfarbe als Grün geschrieben sein.

Das Bestellformular verlangt nur die nötigsten Daten, Telefonnummer und E-Mai Adresse sind Pflicht. Dafür gibt es dann auch mittels SMS und elektronischer Post die Bestätigung für die erfolgreiche Bestellung. Wenn alles geklappt hat, klingelt es nach 30 – 50 Minuten (eigene Erfahrung) an der Tür und das Essen mittels Rechnung wird geliefert.

Hübscher Nebeneffekt: Keine Werbung stört das Menükarten-Durchklickern, hinter dem Portal steckt wohl ein sehr interessantes Affiliate-Modell. Auch wenn sich die Site noch im Testlauf befindet, expandierte die mjam GmbH bereits nach Deutschland. Und zu guter Letzt: Wenn das eigene Lieblingsrestaurant nicht dabei ist, reicht ein Klick rechts oben und schon kann man seine persönliche Empfehlung an das Team senden.

Bis auf die fehlenden AGB eine nahezu perfekte Plattform zur bequemen Essenbestellung. Berühmte Missverständnisse am Telefon mit exotischen Restaurants gehören der Vergangenheit an. Mit mjam kommt eigentlich immer das auf den Teller, was man sich auch wirklich gewünscht, äh geklickt, hat.

Link: www.mjam.at

facebook vergisst auf Geschäftsmodell

Irgendwie kennen wir solche Geschichten. Tolle Projektidee, grandioser Wachstum, Lob von allen Seiten und am Ende kommt die Kostenexplosion. So spielt es sich wohl gerade bei facebook ab, wie eine aktuelle Techrunch-News zeigt. Da hilft auch die 15 Mrd. US-Dollar-Bewertung von Microsoft nichts. Hier ein paar jährliche Ausgaben des jungen Marc Zuckerberg:

facebook

Das ist schon ne Menge Geld (vom Fremdkapital ganz zu schweigen), wenn man sich auf der Einnahmenseite eine Summe von rund 265 Mio. US-Dollar (geschätzt für 2008) vorstellt. In Zeiten der Finanzkrise wird es in den kommenden Monaten und Jahren ziemlich schwierig. Schon gibt es die ersten Gerüchte rund um einen Börsegang und Reisen nach Dubai, um neue Förderer zu gewinnen. Abwarten und Tee trinken, dem jungen Zuckerberg wird schon etwas einfallen. Hoffentlich…

Twitter auf österreichisch

Was machen wir Österreicher/innen gerne täglich (stündlich)? Wir jammern. Aber wir jammern nicht über die Armut oder die Ungerechtigkeit in der Welt.

Nein, wir jammern über das Kantinenessen. Wir jammern über den Nebel, der uns frühmorgens das Aufstehen im Herbst erschwert. Wir jammern im Sommer über die Hitze und im Winter über die Schneemassen in der City.

unmotiviert.at

Was wäre nun besser als zu jammern und die ganze Welt bekommt es mit? Diesem Thema widmet sich seit Mai 2008 die Plattform unmotiviert.at. Eine Art Twitter mit der Möglichkeit jederzeit kurze Beiträge zu posten und auf dem “Unmotiviert-O-Meter” den eigenen Gemütszustand einzustellen. Die Seite ist hübsch und sehr übersichtlich gestaltet, User/innen finden sich rasch zurecht.

Die Nutzungsbedingungen könnten etwas ausführlicher sein und auch der Blog verträgt sicherlich eine größere Portion Aktualität. Laut Logo-Design (nette Idee) befindet sich der Beta-Status derzeit bei 69%, also sind wohl noch einige Verbesserungen zu erwarten. Ich persönlich sehe zwar keinen Sinn darin, den suche ich aber schon bei Twitter vergeblich. Wenn es der Masse gefällt, umso besser. Österreich braucht ein Stück mehr Rampenlicht in der großen (Web)Welt.

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