Sind wirklich nur Muslim/innen böse?
Was ein schöner Spaziergang durch den ersten Wiener Gemeindebezirk alles bewirken kann. Bei meinem Letzten erzählte mir ein guter Freund von Harald Martenstein, einem Kolumnisten der deutschen Wochezeitung “Die Zeit”. Und von einer Kolumne mit dem Namen “Zen und Zorn”.
Amüsant und pointiert geschrieben erzählt Martenstein davon, dass nicht nur Muslim/innen heftig auf Kritik reagieren. Seine Analyse des Buddhismus sorgte einst für große Aufregung. Aber lesen Sie selbst …
Die neue Futurezone ist da
Sehr lange hat es gedauert. Viele anstrengende Sitzungen und ausgefeiltes Feintuning haben sich nun aber ausgezahlt: Ab sofort ist die neue Futurezone online.
Die führende Site zum Thema Netz|politik|technologie|kultur erstrahlt in neuem Glanz. Noch ist aber nicht Schluss. In naher Zukunft bekommt das Angebot noch einige spannende Feature verpasst. Nähere Infos zum Hintergrund des Relaunch gibt es hier zu lesen.
facebook vergisst auf Geschäftsmodell
Irgendwie kennen wir solche Geschichten. Tolle Projektidee, grandioser Wachstum, Lob von allen Seiten und am Ende kommt die Kostenexplosion. So spielt es sich wohl gerade bei facebook ab, wie eine aktuelle Techrunch-News zeigt. Da hilft auch die 15 Mrd. US-Dollar-Bewertung von Microsoft nichts. Hier ein paar jährliche Ausgaben des jungen Marc Zuckerberg:
- 12 Mio. US Dollar Strom
- 6 Mio. US Dollar Traffic
- 15 Mio. US Dollar (Server- und Officemieten)
- 120 Mio. US Dollar (Gehälter)
- geplante 100 Mio. US Dollar Investition für 2009 (Server)

Das ist schon ne Menge Geld (vom Fremdkapital ganz zu schweigen), wenn man sich auf der Einnahmenseite eine Summe von rund 265 Mio. US-Dollar (geschätzt für 2008) vorstellt. In Zeiten der Finanzkrise wird es in den kommenden Monaten und Jahren ziemlich schwierig. Schon gibt es die ersten Gerüchte rund um einen Börsegang und Reisen nach Dubai, um neue Förderer zu gewinnen. Abwarten und Tee trinken, dem jungen Zuckerberg wird schon etwas einfallen. Hoffentlich…
Medientage III: Versöhnliches Ende
Am dritten und letzten Tag der Medientage ging es für mich um digitale Vermarktung, Gaming und Webdesign. Der erste Vortrag erläuterte die Zukunft von Spielewelten wie Seconde Life (15 Mio. User) und Habbo (11 Mio. User). Die Macher sprachen von einer großen Zukunft und dass in ca. fünf Jahren derartige virtuelle Welten ähnlich wie die reale Welt als Normalität angesehen werden. Danach ging es beim großen Onlinegipfel um die digitale Webvermarktung.
Zuerst hielt eine Dame der Boston Consulting Group einen Vortrag über den zukünftigen Werbekuchen. Äußerst amateurhafte und schwer leserliche Folien (und das auf einer Kinoleinwand) brachten letztlich das Resümee, dass Online und Mobile wachsen werden. Welch Überraschung! Die folgende Diskussion (ausschließlich Herren und eine n-tv Moderatorin) war interessant, aber nicht spektakulär (zum Nachhören).
Am Nachmittag war die letzte Veranstaltung zugleich die Beste. Es ging um das Thema Webdesign in der Zukunft, v.a. Prof. Hansjörg Zimmermann überzeugte dabei (leider noch kein Audio-File online).
Im Großen und Ganzen interessante Tage. Ob groß oder klein, alle kochen mit demselben Wasser. Vielleicht die einen etwas heißer, die anderen etwas kälter.
Medientage II: Weniger wow, mehr content
Der zweite Medientag begann mit einer heiteren Diskussion zum Thema Hochzeit im Internet. Dabei stand die Problematik der Kooperation privater und öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten im Vordergrund. Leider war es wie am ersten Tag geprägt von Gehässigkeiten und wenig Inhalt.
Ansich hätten die 90 Minuten dazu dienen sollen, mögliche Kooperationsmodelle zu erläutern. Letztlich wurde erneut deutlich wie weit die Herren am Podium auseinander sind; wäre schön hier auch mehr Frauen zu sehen. Vielleicht klappt es dann mit der Verständigung besser.
Am Nachmittag besuchte ich zwei Diskussionen im Rahmen des Gaming-Forums. Zuerst ging es um das Thema InGame-Advertising. Informativ, aber nicht weiter berauschend. Spannender hingegen waren danach die Gespräche über das Thema “Game meets media”. Während Gamingvertreter von Nintendo und IDG Entertainment endlich Akzeptanz in den Medien forderten (wie etwa der Live-Übertragung der deutschen Games Awards im nächsten Jahr), zeigte sich die Geschäftsführerin von RTL Games, Birgit Hönsch, eher pessimistisch. Sie brauche keine TV-Shows für ihren Erfolg.
Jonas Bauer von UFA Grundy kündigte überdies ein Konvergenzformat mit dem Namen “Level 23″ an. Dabei geht es parallel zu einer TV-Serie um ein Computerspiel, wo jemand gesucht werden muss, der eben in Level 23 verschwindet. Gelobt wurde einstimmig das Engagement von MTV, die mit der Sendung Game One, eine Vorreiterrolle spielen.
Letztlich gab es auch noch einige Gedanken zum Thema Erlösmodelle. BigPoint Managing Director Heiko Hubertz ist von seinem kostenlosen Basis-Account plus Subscription-Modell überzeugt und verwies auf Teile seiner User/innen, die mehr als 700 EURO für ein Spiel ausgeben (Bsp.: Bessere Segel und Kanonen für ein Schiff, etc.). Insgesamt seien es ca. 6 Mio. Spieler/innen (Registriert sind rund 40 Mio.), die regelmäßig vorbeikommen, wie viele davon für Game-Items zahlen, verriet er nicht. Kritisch hinterfragt wurden zudem vor allem die Investitionskosten in derartige Browserspiele. Während sich diese laut Hubertz derzeit bei ca. 30.000 bis 200.000 Euro befinden, werden sie in den nächsten Jahren massiv anziehen.
Wer es noch genauer wissen will, dem empfehle ich die Mediathek der Medienmesse. So und nun gibt es noch Tag drei, ich bin gespannt!

